mobile Navigation Icon

Wie läuft der Feedbackprozess ab?

Die Abläufe bei der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung gestalten sich unterschiedlich, je nachdem, ob ein Feedback in mündlicher oder in schriftlicher Form eingeholt wird:

 

Individual-feedback

Phasen bei einem mündlichen Feedback

  • die Überlegung und Erstellung der Kriterien
  • die Ankündigung des erbetenen Feedbacks gegenüber dem FG (einschließlich der Mitteilung der Kriterien)
  • das eigentliche Feedbackgespräch: Der FG erläutert seine konkreten Wahrnehmungen und Interpretationen, anschließend fragt der FN bei Klärungsbedarf nach; evtl. lädt er den FG ein, gemeinsam über mögliche Veränderungen seines Handelns zu reflektieren (ggf. mit Begründung für das bisherige Handeln). Für ein gelingendes Gespräch sollten beide Seiten die grundlegenden Feedbackregeln beachten.
  • die spätere Reflexion des FN mit eigenen Überlegungen zu Veränderungszielen und deren schriftlicher Formulierung

Zusätzlich bei einem Feedback von einer Gruppe (z. B. der Fachschaft):

  • Mitteilung des Veränderungsziels bzw. der Veränderungsziele (ggf. mit Erläuterung bzw. Begründung der Auswahl)
  • Überprüfung der Umsetzung, z. B. durch Nachfragen

Phasen eines Feedbackprozesses mit schriftlichen Methoden

Bei der Durchführung eines schriftlichen FKF lassen sich wie beim Schülerfeedback sieben Phasen voneinander abgrenzen, die denen des Schülerfeedbacks ähneln. Besonders komplex ist der Feedbackprozess, wenn ein Schulleiter bzw. eine Schulleiterin die Einschätzung des Kollegiums mithilfe eines Fragebogens einholt, der das gesamte Führungshandeln thematisiert. Für diesen Fall werden im Folgenden die verschiedenen Phasen erläutert.[1] Die entsprechenden Modifikationen lassen sich für andere Feedback-Kontexte leicht vornehmen, z. B. wenn nur die Abteilungsleiter bzw. Fachbetreuer befragt werden, wenn nach einer Veranstaltung die Methode der Zielscheibe eingesetzt wird oder wenn eine andere Führungsperson ein Feedback einholt.

Empfohlener Ablauf einer umfassenden IF-Befragung des gesamten Kollegiums durch die Schulleiterin/den Schulleiter:


[1] Anregungen dazu stammen aus Buhren & Kühme (2015, S. 293 ff.) und Buhren & Rolff (2016, S. 497 ff.).