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Schülerfeedback in der 2. Phase der Lehrerausbildung

Das Staatsministerium für Unterricht und Kultus plant, Schülerfeedback als verbindlichen Ausbildungsinhalt in der 2. Phase der Lehrerausbildung aller Lehrämter zu verankern. Ausgestaltung und Umsetzung werden seit dem Schuljahr 2016/2017 in einem Modellprojekt an 79 ausgewählten Schulen aller Schularten erprobt.


Aktuelles: neues Online-Befragungstool für die am Modellprojekt beteligten Seminarschulen und Seminare

Mit minnit‘ steht allen am Modellprojekt beteiligten Seminaren ab sofort ein neues kostenloses, werbefreies und datenschutzkonformes Umfragetool zur Verfügung. mehr


Rahmenbedingungen des Modellversuchs

Schülerfeedback ist ein integraler Bestandteil des Unterrichts und sollte regelmäßig eingeholt werden. Deshalb sind die Lehramtsanwärter/-innen bzw. Referendare/-innen im Rahmen des Modellprojekts aufgefordert, verschiedene Feedbackmethoden in unterschiedlichen Anwendungssituationen zu erproben und zu nutzen. Dabei geht es um die systematische Einführung und Erprobung von Schülerfeedback, die Auswertung der Rückmeldungen und das Ableiten von Konsequenzen für das eigene unterrichtliche Handeln.

Folgende Eckpunkte sind im Modellprojekt vereinbart:

  • Den Lehramtsanwärtern/-innen bzw. Referendaren/-innen wird empfohlen, anhand von mindestens zwei umfassenderen Unterrichtssequenzen bzw. Handlungsfeldern pro Schuljahr Schülerfeedback einzuholen. Aufgrund des besonders hohen Lerneffekts beim Einsatz von schriftlichen Fragebögen lautet die Empfehlung, zumindest einmal während der Ausbildung Feedback in schriftlicher Form einzuholen.
  • Schülerfeedback wird regelmäßig bei Unterrichtsbesuchen zu beobachten und deshalb auch Gegenstand von Besprechungen sein. Deswegen ist eine enge Einbindung der Fachseminarlehrkräfte bzw. anderer mit der Betreuung der Lehramtsanwärter/-innen bzw. Referendare/-innen beauftragter Lehrkräfte in das Modellprojekt von großer Bedeutung.
  • Den Lehramtsanwärtern/-innen bzw. Referendaren/-innen wird empfohlen, dass die Ergebnisse des Schülerfeedbacks nicht nur von ihnen selbst reflektiert werden, sondern dass sie sich zudem von einer kompetenten Person beraten lassen. Dabei ist es wichtig, dass die beratende Lehrkraft über hinreichende Kompetenzen verfügt und von einer positiven Grundhaltung zum Schülerfeedback getragen wird. In erster Linie ist dabei je nach Schulart an die (Fach-)Seminarlehrkraft, die Seminarlehrkraft in Pädagogik oder Psychologie, der/die Schulpsychologe/in, die Beratungslehrkraft, die Fachbetreuung bzw. -leitung, die Betreuungslehrkraft oder eine andere erfahrene Lehrkraft zu denken. Nicht gedacht ist an Lehrkräfte in der Ausbildung.
  • Zur Unterstützung und fachlichen Begleitung können die Erfahrungen mit Schülerfeedback auch an den Seminartagen thematisiert werden.

Schülerfeedback erfordert Offenheit, das eigene Handeln zu hinterfragen und sich beständig zu entwickeln.

Wie kann man im Seminar in das Thema einführen und wie werden Lehramtsanwärtern/-innen bzw. Referendaren/-innen beim Schülerfeedback fachlich begleitet?

Erfahrungsberichte aus der Seminararbeit.

Wie lässt sich das Thema "Schülerfeedback" im Seminar aufgreifen und in den Seminarablauf integrieren?

Lehramtsanwärter/Referendare sollten sich im Feedbackprozess von kompetenten Lehrkräften beraten lassen. Was sollte besprochen werden? Wie kann die Schulleitung unterstützen?

Die wichtigsten Ergebnisse einer Befragung von Referendaren/ -innen und Lehramtsanwärtern/-innen der teilnehmenden Studienseminare/Seminarschulen sowie von allen an der Ausbildung beteiligten Lehrkräfte.